förderer und sponsoren
des burgprojekts:

> Land Niederösterreich
> UNIQA Versicherungen AG
> Raiffeisen-Holding
   Niederösterreich-Wien als
   Gesellschafter

erweiterungspläne und adaptierungskonzept 2008

Städtebauliche Situation
Das bestehende Veranstaltungszentrum in der Burg Perchtoldsdorf soll den heutigen technischen Anforderungen entsprechend umgebaut und unterirdisch erweitert werden.
Das Objekt steht im Zentrum der Marktgemeinde Perchtoldsdorf westlich der Pfarrkirche zu St. Augustin. Die historische Burg ist an einem Hügel Richtung Nordwesten am Marktplatz erbaut worden. Der neue Zubau soll westlich an die bestehende Burg angrenzen und ist unter dem bestehenden Burghof situiert.
Südseitig wird das Areal durch die Hyrtlgasse eingegrenzt. Westseitig wird das Areal durch die Leonhardiberggasse eingegrenzt. Nordseitig grenzt an das Grundstück der allgemeine Grünbereich der Wohnhausanlage Hochstraße 9 an.

Der Neubau
Erschließung bzw. Zugänge und vertikale Verbindungen
Der Hauptzugang zur neuen Burg erfolgt über den „Hyrtlplatz“, also westlich der Martinikapelle in etwa im Bereich der bestehenden Aufgangsstiege zum Burghof.
Eine außen liegende Freitreppe im Bereich der Burgmauer verbindet die Eingangsebene mit dem Burghof.

Ein Personenlift wird beim Haupteingang (barrierefreie Verbindung von Burghof, Eingangsgeschoß und Saalebene) errichtet, eine interne Hubbühne versorgt den Bühnen– und Küchenbereich.

Stiegenhäuser befinden sich bei Haupt- und Lieferantenzugang, zwei freie Stiegenläufe verbinden das Erdgeschoß mit der Saalebene.

Im Bereich der bestehenden Burg bleiben die Zugänge von der Kirchengasse unverändert bestehen, ein neuer Ausgang kommt im Norderker über den kleinen Burghof hinzu.
Intern sind Bestand und Neubau über das gemeinsam genutzte Foyer miteinander verbunden.

Im Nordturm wird ein Personenlift zur barrierefreien Anbindung des Festsaales sowie zur Anbindung der Kücheneinheit im Erdgeschoß eingebaut. Eine Freitreppe verbindet die Niveaus der Parkplatzebene mit dem kleinen Nordhof.

Neues geräumiges Foyer
Das Eingangsgeschoß bzw. Erdgeschoß befindet sich auf Niveau des Hyrtlplatzes (0,00 = 107.61 nach Perchtoldsdorfer Bezugssystem). Die öffentlich zugänglichen Erdgeschoßbereiche umfassen eine Foyerzone mit Garderobe und zwei WC-Gruppen samt Behinderten-WC sowie eine Bar- und Pausenzone, die zum kleinen Burghof im Norden orientiert ist.

Die Belichtung dieser Flächen erfolgt über die Glasfassaden der beiden Eingangszonen, sowie über ein 5 Meter breites Glasdach, welches zwischen Burgfassade und Parkplatz spannt. Dieses Glasdach ist mit einer innen liegenden Beschattungsanlage versehen. Außen ist es nur zu Wartungszwecken begehbar.

Der doppelgeschoßige Saal hat im Erdgeschoß eine Galerie mit Regie und Behindertensitzplätzen. Über abdunkelbare Glasflächen ist der Saal optisch mit der Foyerzone verbunden.

Weiters befinden sich im Erdgeschoß die Räume für den Burgwart, Personalräume, interne Wasch- und Sanitärräume für hauseigenes Personal und Cateringpersonal sowie die Künstlergarderoben.

Der neue Veranstaltungssaal
Das Untergeschoß beherbergt den doppelgeschoßigen Veranstaltungssaal mit 400 Besuchersitzplätzen samt Bühne, Bühnen- und Saallagerbereichen. Der Saal wird bereichsweise mit Hubpodesten ausgestattet, um variable Nutzungen zu ermöglichen:

  • Nutzung von Saal und Bühnenfläche auf einer Ebene. Bei dieser Aufstellung sind die Hubpodeste nicht abgesenkt und die gesamte Fläche ist bündig mit dem Foyer im Untergeschoß. Eine freie Tischaufstellung (Ballsituation) ist möglich.
  • Nutzung des Saales für Theater- und Konzertaufführungen. Bei dieser Aufstellung sind die Podeste tribünenartig abgesenkt und mit Sitzreihen bestückt. Somit ist der Blick aus jeder Reihe auf die Bühne frei.

Dem Saal vorgelagert ist eine Foyerzone mit mobiler Bar und WC-Gruppe. Nördlich des Saales befindet sich ein Verbindungsgang, der auch als Fluchtweg für die Besucher dient. Im Süden ist der Küchenbereich mit Lagerräumen und Müllraum, darüber die Haustechnikzentrale angeordnet.

Burghof und Haupteingang in der Hyrtlgasse
Der Burghof wird weiterhin als zentrumsnaher Parkplatz benutzbar sein. Ein gläserner Liftaufbau markiert den Abgang in den untergeschoßigen Neubau.
Der Personenabgang beim Hyrtlplatz bindet direkt an den neuen Haupteingang an. Der neue Haupteingang bei der Hyrtlgasse rückt die Burg näher an den Marktplatz heran.
Eine weitere Freitreppe führt in den nordseitigen kleinen Burghof (auf Eingangsniveau abgesenkt). Eine Rampenstiege stellt von dort die Verbindung zum Metzgergarten her.
An der südseitigen Burgmauer werden in zwei Sichtbetonkörpern die für die Lüftungsanlage nötigen Zu- und Abluftkanäle geführt.
Die Trafostation und das Notstromaggregat werden unter dem Parkplatz in der Leonhardiberggasse eingebaut. Die Zugänglichkeit ist von der Nordwest-Ecke des Parkplatzes her gegeben.

Maßnahmen im Bestand
Die Verbindung der bestehenden Rüstkammer zum neuen Foyer wird über eine verglaste Türöffnung hergestellt. Der bestehende Zugang zum tiefer gelegenen alten Brunnen bietet einen Ausblick in die Foyerzone. Der Brunnen selbst wird im Bereich des Foyers vor dem neuen Saal mit einer Glaskonstruktion abgedeckt und erlebbar gemacht.

Das Tor zum Nordturm wird belassen und eine barrierefreie Verbindung geschaffen. Die bestehende Hauptstiege im Nordturm wird auf das neue Niveau verlängert und unter den seitlichen Aufgängen wird die Verbindung mit dem Foyer des Neubaus hergestellt.

Ein Lift wird im nördlichen Bereich der Trennmauer zwischen Rüstkammer und Nordturm eingebaut und die Geschosse des Nordturmes zukünftig barrierefrei verbinden. Der Zugang zur „Kirchengasse“ bleibt bestehen.

Die WC-Anlagen werden im Zwischengeschoß zusammengefasst und der freigewordene Platz im Erdgeschoß zu einer Küche umgebaut.

Das Tor zum kleinen Burghof (derzeit größtenteils vermauert und als Abgang zum Heizkeller genutzt) soll verglast und mit einer Türe versehen werden. Die Fenstersilhouetten im Norderker werden geöffnet und verglast.

Der Festsaal bleibt baulich unverändert und wird mit einer zeitgemäßen Lüftungsanlage ausgestattet.

Die Bereiche des derzeitigen Buffets und der alten Küche werden zu einem Pausenfoyer mit mobiler Bar umgestaltet und über eine Glaswand wird eine Sichtverbindung zu Kirche und Turm hergestellt.

 

Uniqa. Die Versicherung einer neuen Generation.
Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien
Sponsorpartner der Marktgemeinde Perchtoldsdorf bei der Realisierung des Burgprojekts.

© 2009 Marktgemeinde Perchtoldsdorf