grundsteinlegung für den ausbau der burg perchtoldsdorf
am 20. oktober 2008
Fundamente für die Zukunft bauen
BGM Martin Schuster, der die Initiative zur Burgadaptierung gesetzt hatte, begrüßte am Burggelände Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Generalanwalt Ök.Rat Dr. Christian Konrad. Die UNIQA Versicherungen waren durch Landesdirektor Karl Jungwirth und Marketingleiter Mag. Carl Gabriel vertreten. Neben Bezirkshauptmann Dr. Hannes Nistl, HR Mag. Margit Kohlert und Dipl.-Ing. Franz Beicht vom Bundesdenkmalamt Landeskonservatorat NÖ, den beiden Pfarrherren Monsignore Ernst Freiler und Mag. Pál Fónyad hatten sich auch Schusters Vorgänger LH a.D. BGM a.D. Mag. Siegfried Ludwig, Dr. Jürgen Heiduschka sowie Dipl.-Ing. Paul Katzberger eingefunden.
BGM Schuster erinnerte daran, dass sich „viele Menschen in Perchtoldsdorf und vor allem die kulturell ausgerichteten Vereine in die breite Diskussion über den Burgausbau eingebracht haben. Der Umbau eröffne dem Kulturleben in Perchtoldsdorf, auch im Hinblick auf die Sommerspiele, ganz neue Perspektiven.“
Wer die Zukunft baut, baut die Gegenwart
In Niederösterreich stehen rund 4.000 Objekte unter Denkmalschutz. Im Laufe eines Jahres unterstützt das Land die Erhaltung von rund 300 bis 500 derartigen Objekten mit einem Gesamtaufwand von rund 5-6 Mio. Euro. Gemeinsam mit dem Bund, mit der Denkmalpflege und mit Unterstützung durch private Sponsoren, vor allem Raffeisen und UNIQA, steht Niederösterreich bei der Denkmalpflege an vorderster Stelle.
Für LH Dr. Erwin Pröll sind vom Land unterstützte Projekte wie das Perchtoldsdorfer Burgprojekt eine nachhaltige Form der Zukunftsförderung: „Wir haben als jetzige Generation gegenüber derartiger historischer Bausubstanz eine unglaubliche Verantwortung. Durch unsere Denkmalpflegearbeit möchten wir in Niederösterreich auch den Versuch eines harmonischen Nebeneinanders von Alt und Neu wagen. Es gibt einen Spruch, der da lautet: Wer die Zukunft baut, baut die Gegenwart. Und ich füge hinzu: Der bewahrt gleichzeitig auch die Vergangenheit. Und daher ist es auch eine große Herausforderung, dass wir im Umgang mit alter Bausubstanz Sensibilität an den Tag legen, und dass wir alte Bausubstanz auch in der heutigen Zeit einem Zweck zuführen. Dass wir nicht nur renovieren, sondern dass wir revitalisieren“. Für Perchtoldsdorf seien mit dem Burgprojekt unglaubliche Zukunftsperspektiven verbunden. „In Wahrheit ist hier ein neues Kommunikationszentrum im Entstehen. Ich bin sehr froh darüber, weil Perchtoldsdorf, hart am Rande der Bundeshauptstadt Wien liegend, damit sein eigenständiges Profil bewahren kann. In einer Zeit der Gleichmacherei möchte ich gerne, dass sich Niederösterreich entsprechend abhebt und sein eigenständiges Profil betont.“
Der Nachhaltigkeit verpflichtet
Raiffeisen-Generalanwalt Dr. Christian Konrad nannte die Beweggründe, warum sich ein großes Unternehmen wie die Raiffeisenbankengruppe, die stärkste österreichische Bankengruppe, am Ausbau und an der Erhaltung eines öffentlichen und kulturgeschichtlich bedeutenden Gebäudes wie der Burg Perchtoldsdorf beteiligt: „Raiffeisen ist eine Wirtschaftsorganisation, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt. Als Genossenschaft sehen wir uns den Menschen in diesem Land gegenüber verantwortlich. Und Kulturgemeinderätin Brigitte Sommerbauer konnte mich derart für das Burgprojekt begeistern, dass ich ihr schon vor rund einem Jahr Unterstützung zugesagt habe. Wer sie kennt weiß, dass sie die Burg zu versetzen in der Lage ist …“
Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft sei in Niederösterreich sehr fruchtbar. „Unser Bundesland hat sich äußerst erfolgreich entwickelt und die vorhandenen Chancen besonders gut genützt, vor allem auch was die Öffnung in Europa betrifft“, erklärte Konrad.
Anlässlich der Feier verlasen Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b der Perchtoldsdorfer Volksschule Roseggergasse, die neben der Blasmusik die Feier mit ihrer Lehrerin Waltraud Dungl musikalisch umrahmten, den berührenden Brief „An einen Finder in der Zukunft“. Die Klasse hatte im Juni dieses Jahres die letzte öffentliche Veranstaltung, eine Musicalaufführung, in der alten Burg durchgeführt. Am Ende der Veranstaltung wurde ihr Brief zusammen mit der Erinnerungsurkunde, ein paar Euro-Münzen und aktuellen Tageszeitungen in einer metallenen Urkundenrolle von Mitarbeitern der Marktgemeinde in Beton eingegossen. Der Grundstein wird am neuen Burgportal eingemauert.
Die Urkunde trägt die Unterschriften der Fördergeber und Sponsoren, vertreten durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Ök.Rat Dr. Christian Konrad sowie von Bürgermeister Landtagsabgeordneten Martin Schuster, Kulturreferentin gf. Gemeinderätin Brigitte Sommerbauer und den beteiligten Planern DI Michael Treiber und DI Gregor Reisenberger, dem Projektkoordinator DI Hannes Toifel und dem Ausführungsplaner DI Gerhard Moßburger. |
|


Sponsorpartner der Marktgemeinde Perchtoldsdorf bei der Realisierung des Burgprojekts.



allgemeine information
> organisation
gemeindeverwaltung
> ansprechpartner/in
dr. christine mitterwenger
> büro
2380, marktplatz 11
> telefon
01/866 83-210
> email
kultur@perchtoldsdorf.at
|